Helmut’s Backstube (HBSt)
Der gemeine Läufer (cursor communis) ist in aller Regel naschhaft veranlagt. Bei vielen Läufern geht das sogar so weit, dass sie nur deshalb laufen, damit sie den regelmäßigen Verzehr von Süßigkeiten beibehalten können, ohne aus allen Nähten zu platzen. Speziell an diese Gruppe wendet sich diese Seite. Hier werden in loser Folge einige Rezepte veröffentlicht, die sich bei solchen Läufern bewährt haben.Ernsthafte Läufer (cursor gravis) sollten an dieser Stelle nicht weiterlesen. Schon allein das Lesen der meist sehr gehaltvollen Rezepte erhöht das Körpergewicht und beeinträchtigt somit die Leistungsfähigkeit. HBSt 1: Apfel-Mohnkuchen
Zutaten
150 g gemahlener Mohn
75 g gemahlene Nusskerne
4 Eier
200 g brauner Zucker
2 Äpfel
50 g Rosinen
Zubereitung
Eigelb mit Zucker schaumig rühren. Mohn, Nüsse, geschälte, fein geschnittene Äpfel und Rosinen dazu¬geben. Zuletzt das zu Schnee geschlagene Eiweiß unterheben. Die Masse in eine gefettete, mit Mehl ausgestreute Springform geben.
Ca. 60 Minuten bei 160 – 170° C Ober-/Unterhitze backen und mit Puderzucker bestäuben.
HBSt 2: Zebra-Schmandkuchen
Zutaten
250 g Mehl
250 g Zucker
150 g Butter
4 Eier
100 g Zartbitterschokolade
300 g Schmand
250 g Speisequark 20 % Fett
5 EL Milch
½ Zitrone
1 P Vanillepudding zum Kochen
1 P Soßenpulver Vanillegeschmack zum Kochen
2 Prisen Salz
Zubereitung
Mehl, 100 g Zucker, 1 Prise Salz, Butter in Stückchen und 1 Ei zu einem glatten Teig verkneten. Auf bemehlter Fläche kreisförmig (32 cm Durchmesser) ausrollen. Springform (26 cm Durchmesser) fetten. Teigplatte mit Hilfe der Kuchenrolle in die Form legen. Rand ca. 3 cm hochziehen und andrücken. Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Ca. 30 min. kalt stellen.
Schokolade grob hacken und in einer Schüssel über einem Wasserbad schmelzen. Zitrone auspressen. 3 Eier trennen. Eiweiße mit Prise Salz steif schlagen. Quark und Schmand in eine Schüssel geben. Nacheinander Eigelbe, Milch, Zitronensaft, 150 g Zucker, Pudding- und Soßenpulver unterrühren. Eischnee unterheben. Masse halbieren. Unter eine Hälfte die flüssige Schokolade rühren. Die beiden Massen abwechselnd mit einem Esslöffel immer in die Mitte (auf die gleiche Stelle) des Teiges geben.
Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 175° C Ober-/Unterhitze oder 150° C Umluft 40 – 50 Minuten backen. Nach ca. 35 min. der Backzeit den Kuchen mit Alufolie abdecken. Im ausgeschalteten Backofen, mit geöffneter Tür den Kuchen am besten über Nacht abkühlen lassen. Kuchen aus der Form lösen.
HBSt 3: Topfenstrudel
Dieser Topfenstrudel ist ein selbst entwickeltes Rezept, aufbauend auf einem Rezept für Topfenstrudel sowie einem Rezept für Milchrahmstrudel, in jahrelanger Erprobungsphase optimiert.
Statt eines gewöhnlichen Strudelteigs nehme ich Blätterteig. Der schmeckt zu diesem Strudel am besten und macht am wenigsten Arbeit. Es gibt ihn nämlich fertig zu kaufen. Ich empfehle frischen Blätterteig in Rechteckform. Die tiefgefrorenen Blätterteigziegel eignen sich nicht so gut. Der Teig wird an den Nahtstellen zu dick. Die Menge der Fülle reicht für 2 Päckchen Blätterteig! Und nun zum Rezept.
Zutaten:
2 St. Blätterteig
100g Butter oder Magarine
100g Zucker
3 Eier
½ P. abgeriebene Zitronenschale
1 P. Vanillezucker
500g Schichtkäse
150g Saure Sahne
2-3 In Milch eingeweichte u. gut ausgedrückte Brötchen
50-100g Rosinen
1 Schweißtuch, zur Not auch Papiertaschentücher
Zubereitung:
Butter bzw. Margarine cremig rühren, nach und nach Zucker, Eidotter, abgeriebene Zitronenschale, Vanillezucker, Schichtkäse, saure Sahne, Brötchen und Rosinen untermischen. Zuletzt den steif geschlagenen Schnee der 3 Eiklar unterheben.
Den Backofen mit Wasser besprengen und auf ca. 225° Ober-Unterhitze vorheizen. Das Backblech mit einer Lage Backpapier abdecken und mit einer feuerfesten Backform oder anderen Hilfsmitteln so abteilen, dass gerade genug Platz für die beiden Strudel bleibt. Ohne diese Maßnahme wird der Strudel flach und breit und läuft wahrscheinlich aus.
Ein Blätterteigpäckchen mit dem Papier ausrollen und die Hälfte der Fülle darauf verteilen, rundherum ca. 2 cm Rand freilassen. Eine Seite des Randes mit Milch oder Eiklar bestreichen (klebt besser). Und jetzt wird es kritisch. Den Teig mit dem Papier an den beiden längeren Seiten anheben und die Teigränder überlappend zusammenfügen, sodass sich die Strudelform ergibt. Die offenen Enden zudrücken. Den Strudel so auf das Backblech legen, dass die Naht nach unten zeigt. Den Schweiß mit dem zuvor bereit gelegten Schweißtuch von der Stirn wischen und den zweiten Strudel in gleicher Weise fertig stellen. Der zweite geht gewöhnlich leichter. Und ab in das gut vorgeheizte Backrohr. Nach 10 Minuten auf ca. 150° C zurückschalten. Insgesamt 30 - 40 Minuten backen. Bevor er braun wird, mit Backpapier abdecken. Den fertig gebackenen Strudel aus dem Rohr nehmen und mit Puderzucker bestreuen.


