1. Herren Spielberichte 14. Spieltag
HSG Siebengebirge / Thomasberg 2 - DTV 21 : 25 (11 : 11)
TrainerCoach, Kölnische Rundschau, HP HSG Siebengebirge / Thomasberg
Starker Rückrundenauftakt
Im Spiel gegen den Verfolger stand die Abwehr in den ersten Minuten sehr kompakt und ließ nur wenige Chancen zu. Mehrfach blockte der bärenstarke Oliver Rühl die Würfe der Gastgeber. Die Ballgewinne nutzten wir im Angriff aber nicht aus und vergaben allein in den ersten 10 Minuten 8 Würfe frei vor dem Tor. Statt einer klaren Führung, hielten die Gastgeber das Spiel bis zur Halbzeit offen, wobei sich auch Raphael Herrmann mehrfach auszeichnen konnte. Nach dem Pausentee ließen wir 20 Minuten lang nur vier Treffer zu. Allerdings wurde die Trefferquote nur unwesentlich besser. Beim Spielstand von 20:15 waren noch zehn Minuten zu spielen und die Gastgeber schienen zu resignieren. Schützenhilfe bekamen sie aber vom Schiedsrichtergespann, die dafür sorgten, dass wir den Rest des Spiel in Unterzahl agieren mußten. Sie gaben Siebenmeter und Zeitstrafen gegen uns am Fließband und die Siebengebirgler nutzen dies aus. Ab dem 21:20 zeigten wir dann unsere ganze Klasse und erkämpften in der Deckung die Bälle. Im Angriff wurden die Chancen geschickt herausgespielt und endlich konsequent genutzt. Mit der Schlußsirene stand der verdiente 25:21 Erfolg bei der Mannschaft der Stunde fest. Als Nächstes steht am kommenden Samstag das schwere Derby gegen den Nachbarn SG MTVD Köln auf dem Spielplan.
Es spielten:
Im Tor: Raphael Herrmann (1-60) / Simon Maspfuhl
Arne Bathen, Boris Felten, Marco Felten 3, Tim Heubel 5/1, Kai Klefisch 1, Florian Klein 4, Dominik Loskant 1, Philipp Nebeling 8/1, Carsten Ponsar 3, Oliver Rühl, Robert Schallenberg, Holger Schmitz
In der richtungweisenden Partie beendete der DTV mit einem souveränen Erfolg nicht nur die Siegesserie der Gastgeber. Es war ein Meilenstein in Richtung Wiederaufstieg, denn der Tabellenzweite TSV Bonn kassierte zeitgleich eine unerwartete Niederlage. Damit ist das Team von Trainer Karsten Bohmann jetzt alleiniger Tabellenführer.„ So clever habe ich meine Jungs lange nicht mehr gesehen“, war der Coach hoch zufrieden und verteilte insbesondere an Abwehrchef Oliver Rühl und Torhüter Rafael Herrman, die beide eine sehr starke Leistung abriefen, gerne Fleißkärtchen. In dem äußerst spannenden Spitzenspiel ging der DTV durch Tim Heubel zwar mit 4:0 in Front, lag aber nach 21 Minuten mit 8:9 in Rückstand. Der DTV setzte sich auf 20:15 ab, geriet in der Folgezeit durch permanente Unterzahl in arge Bedrängnis. So schrumpfte die Führung auf 21:20 (53. Min.) zusammen. In der entscheidenden Phase spielten die Gäste einfach cleverer und nutzten ihre Chancen gnadenlos aus. Marco Feltens Treffer zum 25:21 war der krönende Schlusspunkt unter die reife Vorstellung der Gäste.
Tore: Nebeling (8/1), Heubel (5), Klein (4), Ponsar (3), M.Felten (3), Klefisch und Loskant.
Quelle: Kölnische Rundschau
SG Siebengebirge unterliegt dem Dünnwalder TV in der „Abwehr-Schlacht vom Sonnenhügel“
Lange Zeit bietet die HSG-Reserve dem Spitzenreiter Paroli, bringt sich aber dann selbst um den Erfolg. Im Duell der offensivstärksten Teams der Verbandsliga standen nicht Torjäger sondern die Torhüter im Fokus.
Glaubt man der Statistik, konnten die Zuschauer auf dem Oberpleiser Sonnenhügel beim Spiel der HSG Siebengebirge-Thomasberg 2 gegen den Dünnwalder TV ein wahres Tor-Festival erwarten. Es standen sich schließlich die beiden besten Angriffsreihen der Liga gegenüber, garniert mit den beiden aktuell erfolgreichsten Torschützen. Doch für die großen Momente in dieser spannenden Begegnung sorgten nicht etwa HSG-Shooter Marco Dziendziol und Dünnwalds Philipp Nebeling, sondern die beiden Torhüter Carsten Thaysen und Raphael Herrmann mit zahlreichen Glanzparaden.
Gegen den letztjährigen Oberliga-Absteiger begann die HSG zunächst nervös. Die Gastgeber brauchten knapp zehn Minuten, um in der Abwehr die richtige Zuordnung zu finden und im Angriff das gewohnte Tempospiel anzusetzen. Co-Trainer Thomas Radermacher, der HSG-Coach Micky Müller an der Seitenlinie erstmals vertrat, stellte nun die Abwehr auf eine offensive 6:0 Variante um und hob die Manndeckung gegen Philipp Nebeling auf. Diese Umstellung sollte sich umgehend auszahlen. Die HSG-Deckung stand mit einem stabilen Mittelblock sehr sicher, dahinter machte Carsten Thaysen viele Wurfchancen der Gäste zunichte. Im Angriff sorgten die A-Jugendlichen Bastian Willcke und Christian Schneider für mehr Durchschlagskraft. Dass sich die HSG in dieser spannenden Partie nicht absetzen konnte, lag jedoch an der mangelnden Chancenverwertung. Im gesamten Spielverlauf kamen 25 Fehlwürfe und allein fünf vergebene Strafwürfe zustande. Daran hatte auch Dünnwalds Schlussmann Raphael Herrmann großen Anteil, der somit zusammen mit seinem Gegenüber dafür sorgte, dass beide Mannschaften mit nur je elf Treffern in die Kabine gingen.
Der Dünnwalder TV kam besser aus der Pause und bestrafte nachlässige Siebengebirgler mit einem Zwischensprint bis zur 40. Spielminute. Im Stile einer Spitzenmannschaft nutzten die Gäste die Fehlwürfe und Abstimmungsfehler der HSG zu leichten Toren. Die Gastgeber zogen die Reißleine, nahmen eine Auszeit und zeigten anschließend eine tolle Moral: den 15:20 Rückstand (45. Spielminute) verkürzten die Grün-Blauen innerhalb von neun Minuten zum 20:21. In dieser Phase hatte die HSG-Abwehr stets die bessere Antwort auf die Angriffe der Gäste und Carsten Thaysen nagelte sein Gehäuse regelrecht zu. Diese enge Partie verlangte geradezu nach einer spielentscheidenden Szene in der Schlussphase. Und sie kam – zugunsten der Gäste: beim Stand von 20:21 lässt die HSG die Chance zum Ausgleich durch einen überhasteten Abschluss ungenutzt, im Gegenzug trifft Dünnwald zum 22:20. Auch die beiden folgenden Angriffe kann die HSG nicht erfolgreich abschließen und Dünnwald netzt zum 24:20 ein (58. Spielminute). Diese letzten Minuten bis zum Abpfiff (25:21) entschieden schließlich das lange Zeit ausgeglichene Spitzenspiel des 14. Spieltages.
HSG-Co-Trainer Thomas Radermacher war zufrieden mit der Abwehrleistung der Mannschaft, haderte aber mit der Chancenverwertung: „Über 56 Minuten haben wir uns sicher mindestens einen Punkt verdient gehabt. In der Abwehr war das eine hervorragende Leistung gegen einen absoluten Top-Gegner. Leider haben wir das Spiel heute im Angriff verloren.“ Torhüter Carsten Thaysen erhielt ein Sonderlob, der bei 34 Paraden von 59 Torwürfen auf eine sensationelle Quote von über 57 Prozent kam.
Quelle: HSG Siebengebirge / Thomasberg








