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GAG-Halbmarathon 2009

Hallo Ihr Lieben,

ich will euch mal wieder von neuen Erfolgen unserer Lauftalente berichten. Am 09.08.2009 fand in Köln-Mülheim der jährliche Erlebnis-Halbmarathon statt. Diesmal nahmen wir mit sage und schreibe 21 Läufern teil. 16 davon liefen in Gilden-Kölsch-Tracht (Schürze, T-shirt, Käppi) als Staffelläufer und weitere 5 als Einzelläufer (dabei war auch der alte Fritz).

Großes Treffen war für Sonntag 8:15 Uhr anberaumt. Frühzeitig um 8:00 Uhr kam unser Fritz bereits als Erster frohgemut um die Ecke geschlendert, Start-Nr. bereits am Mann und voller Tatendrang. Die Ausgabe der Gilden-Kölsch-Tracht pünktlich um 8:15 Uhr sorgte schon gleich für etwas Aufregung. Herrenshirts waren lediglich in Größe M vorhanden und einige unserer Herren erinnerten darin doch stark an das Michelin-Männchen, allen voran mein eigener…


Aber diese Herren freuten sich, dass sie überhaupt noch ein geschlechtsspezifisch passendes Shirt abbekamen, Achim und Willi beispielsweise mussten sich mit Damenshirts begnügen, die wunderschön tailliert und mit tiefem Ausschnitt versehen waren. Die Staffeldamen waren entzückt, die verbleibenden Herren erinnerten ans Männerballet bzw. wirkten sie insgesamt etwas flachbrüstig in ihren Outfits. Dafür gab es Schürzen und Käppis genug. Egon lief bereits in voller Montur auf dem Wiener Platz ein, allerdings hatte er seine Schürze direkt unter die Achseln gebunden, was aber mit dem allgemein merkwürdigen Anblick unserer Truppe sehr gut harmonierte. Außerdem, so meinte er, könnten wir uns so an seinen ausgezeichnet trainierten Männerbeinen in Gänze laben. Die Reaktion auf soviel Bescheidenheit fiel bei unseren Damen dann auch eher bescheiden aus. Aber endlich waren dann alle ausgestattet und auf ging es zum Start. Die Einzelläufer, nicht in Gilden-Kölsch-Tracht, wurden auch noch einer kritischen Betrachtung unterzogen. Unsere beiden M’s standen in harschem Kontrast. Michael wird zukünftig Marten in Kleidungsfragen beratend zur Seite stehen, was uns und unseren Augen letztlich auf jeden Fall gut tun wird.

Michael, auch Kugelblitz genannt, startete zuerst und war auch bald nicht mehr zu sehen. Marten startete natürlich mit seiner Damenmannschaft (Astrid, Ute und mir). Dann kamen die Staffelläufer. Das Rennen an sich war sehr kurzweilig, die Gilden-K.-läufer wurden natürlich unterwegs von anderen Läufern auf das ein oder andere Kölsch angequatscht. Egon versuchte wieder seine Frauen-Becirce-Nummer, aber zu seinem Leidwesen hatte er unseren Fritz in seiner Gruppe und futsch waren die Damen… Da er aber unterwegs seine Frau Ilka samt ihrer Walkinggruppe traf, versuchte er wenigstens dort für eine gute Figur zu sorgen. Ob es was genutzt hat – wir wissen es nicht.

Luca unser Neuzugang entpuppte sich als absolutes Nachwuchstalent und wird hoffentlich in Zukunft unserem Verein zu neuem Ruhm verhelfen. Genauso wie unsere, nicht wesentlich ältere Telina, auch sie ein absolutes Rennwunder.


Dirk unterhielt derweil seine, ausschließlich männlichen, Mitläufer mit den altbekannten „Männer-Läufer-Sprüchen“, die wahlweise heißen können: Ach ich war die letzten Wochen krank, - hab gar nicht trainiert, - war im Urlaub, - fühl mich nicht besonders, - mein Puls ist viel zu hoch, - heute wird das nichts und so weiter! Um dann, wie bei diesen Sprüchen üblich, doch noch abzuziehen. Johannes dagegen litt still für sich und machte so gar nicht den Eindruck er würde den Lauf genießen. Heidi und Uli überraschten mit absoluter Leichtfüßigkeit, denn die beiden waren tatsächlich in letzter Zeit nicht zum trainieren gekommen und liefen dennoch den Halbmarathon mal eben so. Ute musste sich dagegen etwas quälen, mittlerweile war es recht schwül geworden, was eigentlich so gar nicht ihr Wetter ist, aber dennoch konnte sie sich noch gegenüber ihrem letzten Halbmarathon um eine Minute verbessern. Astrid still und leise, schaffte sogar 24 Minuten Verbesserung. Daraufhin stornierte sie das nächste Bahntempotraining  sofort und verabschiedet sich verfrüht in den Urlaub. Marten glänzte hingegen nicht durch Schnelligkeit, stattdessen setzte er auf Akrobatik. Bei Kilometer 13 stürzte er aus vollem Lauf, was aus seiner Höhe schon spektakulär aussah, rollte sich gekonnt ab, um elfengleich ruckzuck wieder auf den Füssen zu stehen. Im Ziel verschwand er zunächst mal im Sani-Bereich (Stichwort: Krankenschwestern). Den Rest des Tages hielt er uns seinen, gefährlich aussehenden Armverband unter die Nase, wobei das Verhältnis: Höhe Arm Marten zu Höhe Nasen der meisten Anderen, ja proportional sehr gut passt. Es war also nicht sehr anstrengend für ihn.

Uli erklärte er mit ausgeprägter Leidensmiene, samt Dackelfalten und Kulleraugen, dass diverse kleine Zureichungen im Haushalt (Müll raus bringen) nun für Wochen leider völlig unmöglich wären. Alle trudelten so nach und nach im Ziel ein und schienen doch recht zufrieden mit sich. Anschließend konnten wir noch das zeitgleich stattfindende Olivenfest genießen. Also Resümee des Tages: Eine durchaus gelungene, super organisierte Veranstaltung, die viel Spaß machte. Hoffentlich habt ihr beim Lesen Lust auf nächstes Jahr bekommen…

Eure Gabi

Anmerkung der Redaktion: Was unsere Autorin des obigen Artikels (unsere rasende Reporterin Gabi) vergessen hat zu erwähnen: Sie selbst hat in einem fulminanten Rennen und einem atemberaubenden Endspurt mal eben locker die 2-Std.-Schallmauer durchbrochen und spielt ab sofort im Lauftreff in der 1. Liga. Unser pfeilschneller Lauftreffleiter Marten konnte da – vor allem verletzungsbedingt… – nur noch hinterhecheln und kann sich an dieser Stelle nur verneigen.

Euer Marten